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Spaten­stich für Entlas­tungs­stollen

04.05.2022 | Langfristiger Hochwasserschutz

Spaten­stich für Entlas­tungs­stollen

Die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch, der Thalwiler Gemeindepräsident Märk Fankhauser, Regierungsrat Martin Neukom, Baudirektor, sowie Katrin Schneeberger, Direktorin des Bundesamtes für Umwelt, öffnen gemeinsam die Schleuse und lassen symbolisch Hochwasser aus der Sihl durch den Stollen in den Zürichsee fliessen.

Ein extremes Sihl-Hochwasser bietet allein im Zürcher Stadtgebiet das Potenzial für Gebäudeschäden von über 6,7 Milliarden Franken. Nachdem für die Stadt Zürich dieses Szenario während der Hochwasser­ereignisse im Jahr 2005 nur dank einem günstigen Wetterverlauf nicht eingetreten ist, hat der Kanton Zürich Lösungsvorschläge für den langfristigen Hochwasserschutz für das Einzugsgebiet Zürichsee-Sihl-Limmat erarbeiten lassen.

Planwerkstadt begleitete das Projekt und unterstützte das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft bei der Moderation und Auswertung der Lösungsvorschläge des umfangreichen Bewertungsteams, welches im April 2011 den Synthesebericht der Konzeptfindung veröffentlichte. Im Oktober 2017 fällte der Zürcher Regierungsrat den Variantenentscheid für einen «Entlastungsstollen Sihl-Zürichsee» zwischen Langnau am Albis und Thalwil.

Am 18. März 2022 erfolgte der symbolträchtige Spatenstich zum Bau des Entlastungsstollens beim künftigen Auslaufbauwerk in Thalwil. Das Bauwerk ermöglicht ab 2026 die Überleitung von Hochwasserspitzen der Sihl in den Zürichsee. Nach heutigen Erkenntnissen wird etwa alle 20 Jahre Wasser von der Sihl in den Zürichsee durch das Bauwerk strömen. Die Kosten für die Planung und den Bau des rund zwei Kilometer langen Entlastungsstollens mit den begleitenden ökologischen Ersatzmassnahmen betragen rund 175 Millionen Franken.

Das Auslaufbauwerk in den Zürichsee liegt inmitten des Thalwiler Siedlungsgebiets. Dies wird entsprechende Auswirkungen auf die heutigen Verhältnisse, vor allem im Bereich des öffentlichen Strandbads, mit sich bringen. Der im Auftrag der Gemeinde in den Jahren 2017 und 2018 von Planwerkstadt erarbeitete Masterplan dient der erforderlichen Abstimmung aller raumwirksamen Vorhaben von Kanton, Region und Gemeinde mit dem Ziel einer integralen Aufwertung des Seeufers.

Text / Redaktion 
Philip Knecht
Bilder 
Baudirektion Kanton Zürich