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Lebendiges Subzentrum am Bahnhof Wettingen

09.05.2022 | Wettbewerbsergebnis

Lebendiges Subzentrum am Bahnhof Wettingen

Visualisierung: Burkard Meyer Architekten BSA, Baden und PONNIE Images, Köln

Die Gemeinde Wettingen ist mit rund 20’000 Einwohner/-innen Teil des Regionalzentrums Baden-Wettingen und gehört zum Grossraum Zürich. Das Bahnhofareal ist gegen Nordosten durch Wohngebiete mit vereinzelten Dienstleistungs­betrieben und gegen Südwesten durch die Bahngleise begrenzt. Südlich der Bahngleise befindet sich eine Arbeitszone mit mehreren Gewerbe- und Dienstleistungs­betrieben. Der Bahnhof ist aufgrund der zahlreichen Pendler/-innen stark frequentiert und ein wichtiger Verkehrs­knotenpunkt für bis zu 6’000 Personen täglich.

Die SBB führte im Jahr 2011 in Zusammenarbeit mit den weiteren Grundeigentümern/-innen und der Gemeinde Wettingen eine Testplanung zur Entwicklung des Bahnhofareals Wettingen durch. Basierend auf dieser Planung wurde das Richtprojekt für den Gestaltungsplan Bahnhofareal erarbeitet, welcher 2021 die Rechtskraft erlangte.

Für die SBB führte Planwerkstadt im Jahr 2021 und 2022 einen einstufigen Projektwettbewerb mit sechs eingeladenen Planungsteams durch. Innerhalb der Baubereiche (Teilbereiche III, IV, und V des Gestaltungsplans) soll zukünftig ein attraktives Wohn- und Arbeitsgebiet mit gemischter Nutzung entwickelt werden und ein lebendiges Subzentrum entstehen. Entlang der Bahnlinie soll künftig ein lebendiger Freiraum entstehen, welcher auch die historische Drehscheibe und Zufahrt der Dampflokomotive funktionstüchtig inkludiert und in der Aussengestaltung inszeniert.

Als Sieger des Projektwettbewerbs für das Bahnhofareal Wettingen ging das Projekt «STADTLAUBE» des General­planerteams Burkard Meyer Architekten BSA hervor. Das Siegerprojekt überzeugt durch den städtebaulichen Ansatz, der ohne einen dominierenden, den kleinteiligen Bahnhof überspannenden, architektonischen Bogen auskommt. Das Planungsteam setzt die Anforderungen gekonnt um und zeigt mit der gewählten Verwebung von Aussen- und Innenräumen bei den Längsbauten einen identitäts­stiftenden Ansatz. Den zweiten Rang erhält das Projekt «SIIIIIIIIIIIBB», vom General­planerteam Stoos Architekten AG, das insbesondere im architektonischen Ausdruck und der konsequenten Dachnutzung grosse Qualitäten hat.

Das Preisgericht hält in seinem Bericht zum Projekt­wettbewerb fest, dass trotz des zugrunde liegenden Gestaltungsplans mit seinem volumetrischen Korsett verschiedene städtebauliche und typologische Lösungen entstanden sind.

Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Webseite von Burkard Meyer Architekten zu finden.

Text / Redaktion 
Carli Cathomen
Bilder 
Burkard Meyer Architekten